8 Jahre an der Spitze - Interview mit Michael Warm

Micha, im Jänner geht es für die österreichischen Nationalteams der Frauen und Männer um die EM-Teilnahme. Du bist für die Männer zuständig – wie schaut deine aktuelle Vorbereitung aus?

 

Der augenblickliche Fokus liegt natürlich auf unserem Team und unseren Spielern. Aufgrund der Verletzungen so wichtiger Leistungsträger wie Alex, Paul und Thomas müssen wir uns schon Gedanken machen, wie wir nun die bestmögliche Leistung auf das Feld bekommen, um die EM-Qualifikation zu schaffen. Bislang sieht es ja gut aus, nach heutigem Stand sind wir erstmals dabei, aber die letzten beiden Spiele werden sehr hart.

Unsere beiden Gegner (am 5.1. in Graz gegen Albanien und am 9.1. in Zagreb gegen Kroatien) sind weitgehend analysiert, natürlich verfolge ich aber auch gerade die Spieler unserer Gegner in ihren jeweiligen Teams in den Ligen, um hier noch einmal Feinabstimmungen zu verändern.

Erfreulicherweise präsentieren sich unsere Teamspieler sportlich sonst sehr gut und wir sind dabei, daraus die richtigen taktischen Schlüsse zu ziehen.

 

 

Werden die aktuell verletzten Thomas Tröthann, Alex Berger und Paul Buchegger bis dahin wieder fit? Und wie schätzt du mit den oder ohne die drei die Chancen des Herrennationalteams ein?

 

Ich gehe im Augenblick nicht davon aus, dass Alex, Paul oder Thomas spielen können. Die Verletzungen sind sehr unterschiedlich, aber doch schwer und müssen geduldig und professionell auskuriert werden.

Der Ausfall der drei Leistungsträger trifft unser Team natürlich sehr, wir verlieren vor allem in Aufschlag und Angriff gehörig an Durchschlagkraft. Ich kenne derzeit kein Nationalteam in Europa, das den Ausfall dreier solcher Spieler einfach kompensieren kann. Als beispielsweise in der Weltliga letztes Jahr Deutschland ohne Georg Grozer und Lukas Kampa auskommen musste, haben wir sie in Linz 3:1 geschlagen, mit den Beiden sind sie kurz danach bei der EM Silbermedaillengewinner geworden.

Leider gehören Verletzungen im Leistungssport dazu und wir werden den Blick dennoch entschlossen und mutig nach vorne richten, denn unser Ziel hat sich nicht verändert. Wir wollen zur EM und alle Spieler sind absolut bereit, dafür Alles zu geben.

Zuversichtlich stimmt mich dabei, dass gerade die Spieler, die rund um Peter Wohlfahrtstätter, Thomas Zass oder auch Philipp Kroiss schon seit Jahren immer verlässlich Leistungen im Nationalteam gezeigt haben, in guter Form sind. Sie werden die Mannschaft stützen. Außerdem hoffe ich sehr darauf, dass wir in Graz eine ähnlich enthusiastische Halle vorfinden werden, wie beispielsweise beim Sieg gegen Portugal in Zwettl.

 

 

Zum Thema Berger, Buchegger, Tröthann: Die Belastungen von Spielern, die in Vereinen UND im Nationalteam (NT) aktiv sind, sind enorm, manchmal über Jahre – und Verletzungen deshalb möglicherweise manchmal kein Zufall. Wäre nicht eine Lösung wie im Fußball besser, wo ab und zu die Vereinsphasen mitten in der Meisterschaft unterbrochen werden, um Platz für die Nationalteambewerbe zu schaffen und wo dann etwa im Sommer tatsächlich länger Pause ist?

 

Das sehe ich absolut auch so. Die Belastungen für die besten Spieler der Welt sind mittlerweile in allen Teamsportarten extrem hoch und erlauben ganzjährig kaum Phasen für Regeneration und athletischen Aufbau. Die Diskussionen zwischen den internationalen Verbänden einerseits und den Ligen und Vereinen auf der anderen Seite wird gerade hitzig und intensiv geführt, dabei geht es vorrangig um Vermarktungsfragen und Finanzen. Letztlich soll das „Produkt Volleyball“ möglichst ganzjährig ohne Pausen angeboten werden. Die Leidtragenden sind da oft die Spieler und wir müssen behutsam mit den Belastungen umgehen. Was wir hier tun können ist lediglich, dass wir intern auf die Belastungen achten und Spielern auch immer wieder mal eine Pause einräumen, wie etwa Alex Berger letzten Sommer teilweise in der EuropeanLeague.

 

 

Du bist nun seit gut 8 Jahren, seit 2010, Cheftrainer bei den Herren. Kritiker sagen, bisher wurde außer ein paar Siegen in der EuropeanLeague nichts wirklich Zählbares erreicht. Was entgegnest du?


Olympische Medaillen waren nicht dabei, das stimmt sicher und wird wohl auch noch eine Zeit lang so bleiben. Gerade in den letzten Jahren haben wir aber in wirklichen Bewerben wie der WorldLeague, der EuropeanLeague oder den Qualirunden zu EM oder WM etliche Siege gegen Top-Teams erspielen können. Und das mit einem Team, das mittlerweile international und national als Vorbild für eine kontinuierliche langfristige Entwicklung steht. Ich bin allerdings überzeugt, dass wir noch lange nicht am Zenit stehen. Wir haben mittlerweile etliche internationale Volleyball-Stars in Österreich  (auch wenn einige gerade verletzt sind), der Name Österreichs ist mittlerweile in allen großen Ligen aufgetaucht, das ist schon großartig!
Kritisch mahne ich aber immer wieder an, dass wir unsere Bemühungen im Unterbau nicht vernachlässigen dürfen! Hier haben wir zeitweise ein wenig Tempo verloren und müssen wieder anziehen!

 

 

Für dich ist es sehr wichtig, Spieler im NT auch individuell zu entwickeln. Wie löst du das Dilemma, dass Eingriffe/Veränderungen in Bezug auf Technik und Spielverständnis meist zuerst zu einem individuellen Leistungsabfall führen, du aber gleichzeitig mit dem NT Spiele gewinnen musst?

 

Technik in den Ballsportarten ist kein Selbstzweck, sondern dient ausschließlich dazu, das eigene taktische Handeln auch so perfekt umzusetzen, wie man es plant. Jede technische Entwicklung dient also immer nur dazu, dass der Spieler danach besser ist, sonst sollten wir das lassen! Wenn Spieler das nicht spüren, verlieren wir sehr schnell Vertrauen – und das zu Recht!
Natürlich dauert es manchmal ein wenig, bis Entwicklungen auch wirklich manifest im Gehirn stabilisiert sind, dann sollte man in diesen Situation geduldig sein. Ein geschickter Spieler wird in der Regel jedoch schnell mit Veränderungen zurechtkommen und direkt vor einem wichtigen Qualispiel wäre dafür sicher auch nicht der richtige Zeitpunkt.

 

 

Von 2015 bis 2018 warst du zusätzlich Vereinstrainer bei den United Volleys Rhein-Main in Deutschland. Warum wurde 2018 dein Vertrag dort nicht mehr verlängert? Könntest du dir aktuell wieder einen Vereinsjob zusätzlich zu dem des Nationalteamtrainers vorstellen?

 

Es waren drei wirklich begeisternde Jahre, in denen wir gemeinsam dieses Projekt aus dem Boden gestampft haben. Aus der zweiten Liga hin zu drei dritten Plätzen in der Meisterschaft in Folge sowie Bronze im CEV-Cup und einen mittlerweile etablierten Volleyballstandort. Ich bin sehr froh über diese Etappe, auch wenn sie sehr viel Energie gekostet hat in den Jahren.
Nach drei Jahren gab es einen Schnitt, bei dem wir gemerkt haben, dass unsere Ziele für die nächsten Jahre nicht dieselben waren. In der Folge sind eigentlich alle wesentlichen Personen im Sport und im Management ausgeschieden und es wird ein ganz neues Kapitel geschrieben für Volleyball in Frankfurt.

Für die Zukunft gilt dasselbe wie bisher: Wenn es irgendwo ein Projekt gibt, das mich wirklich begeistert, kann ich mir das sehr gut vorstellen. Allerdings werde ich immer aufpassen, dass es in Einklang zu meiner Hauptaufgabe hier in Österreich steht.

 

 

Hast du als Trainer eine Volleyball-Philosophie? Wenn ja, wie würdest du sie beschreiben?

 

Natürlich entwickelt man im Laufe der Jahre eine Philosophie, die sich aber auch kontinuierlich weiterentwickelt und vor allem zu den Möglichkeiten und Potentialen der Spieler passen muss. Im Augenblick finde ich es sehr wichtig, mit einem guten Risikomanagement zu spielen. Ohne ausreichend Risiko geht im Männervolleyball nämlich nichts, auf der anderen Seite darf aber auch nicht übertrieben werden. Am Ende geht es ja ausschließlich darum, als Team den nächsten Ballwechsel zu gewinnen. Und bei jeder Aktion sollte dieses Ziel mit einberechnet werden.

Außerdem sehe ich die Basis für langfristig erfolgreiches Handeln von Spielern in einem perfekt funktionierendem Körper, also athletisch und technisch in höchster Qualität, um die Voraussetzungen zu haben, seine Ideen auf dem Spielfeld auch leben zu können.
Disziplin und Struktur bei scheinbar einfachen Situationen hilft da aus meiner Sicht auch sehr.

 

 

Es gibt in der österreichischen Bundesliga Teams, sowohl bei den Frauen als auch den Männern, die von einigen als „Legionärsmannschaften“ bezeichnet werden. Die Diskussion dahinter lautet „Legionäre kaufen oder auf den eigenen Nachwuchs setzen“? Wie ist deine Position dazu, auch in Hinblick auf die Entwicklung der Nationalteams?

 

Diese Frage stellt sich für mich ein wenig anders, zudem es für mich als Legionär hier im Lande nicht ganz einfach ist, zu antworten. Aus meiner Perspektive als Nationalteamtrainer bin ich natürlich besonders interessiert daran, dass sich österreichische Spieler besonders schnell und gut entwickeln. Derzeit betrifft das vorwiegend junge Spieler, da der Marktwert einiger älterer Spieler für die Liga schon zu hoch ist. Und für diese Talente gelingt die Entwicklung häufig dann besonders gut, wenn ein Umfeld besteht, in dem sie sich professionell voll auf Volleyball konzentrieren können. Ideal wäre, wenn sie ausreichend viele Spieleinsätze haben, am besten also Stammspieler sind und gleichzeitig aber noch einige richtig gute Spieler mit ihnen auf dem Feld stehen, von denen sie viel lernen können. Woher diese Spieler kommen, spielt dann für unsere Ziele keine große Rolle mehr. Oft ist es sogar für die Entwicklung der jungen Spieler förderlich, wenn diese älteren guten Spieler aus verschiedenen Ländern kommen, da sie dann automatisch von diversen Volleyballkulturen etwas mitbekommen. Der Rest liegt dann in der Verantwortung der Talente, die sich im Leistungssport letztendlich auch noch selbst durchsetzen müssen.

Aus Sicht der Vereine halte ich es dagegen für wichtig, dass jeder Verein in seiner regionalen Heimat optimal angenommen wird, und zwar von Zuschauern, Medien und der Politik. Denn dann kann es besonders leicht gelingen, dass im Sog einer erfolgreichen Bundesligamannschaft auch ein breiter Unterbau im Nachwuchs entsteht, aus dem wiederum das eine oder andere Talent hervorgeht. Diese regionale Verwurzelung gelingt sicher in jeder Gegend anders, wichtig erscheint mir dabei, dass immer ein paar Identifikationsfiguren konstant im Team sind. Und auch hier zeigt sich, dass das sowohl Spieler aus der engsten Region sein können, wie auch Spieler aus ganz anderen Teilen der Welt.

 

 

Im ÖVV hat es vor einem Jahr einen Wechsel an der Spitze gegeben – von Peter Kleinmann zu Gernot Leitner. Merkst du persönlich als Nationalteamtrainer davon etwas?

 

Na klar, mein Ansprechpartner ist nun Gernot Leitner und nicht mehr Peter Kleinmann und zum Glück hat jeder Mensch seinen eigenen Charakter und seine eigenen Stärken.

Ich bin im Rückblick sehr dankbar, denn Peter Kleinmann hat sich wirklich immer sehr dafür eingesetzt, die Bedingungen für die Entwicklung des Nationalteams so gut wie möglich auszubauen und dabei viel Herz investiert. Die Strukturen, die unter seiner Leitung für den gesamten ÖVV geschaffen wurden, sind beachtlich und erfahren international große Anerkennung. Wir hatten immer seine Rückendeckung und Unterstützung.
Zum Glück haben wir mit Gernot Leitner wieder einen Präsidenten, der den Sport wirklich liebt und lange Jahre als Spieler von innen erlebt hat. Von daher zeigte sich für uns in den Nationalteams erst einmal Konstanz. Sicher haben sich einige Abläufe und Konzepte verändert und werden sich wahrscheinlich auch noch weiter verändern, aber im Wesentlichen bin ich überzeugt, dass sich der ÖVV in den nächsten Jahren zielstrebig weiterentwickeln wird. Ich freue mich jedenfalls über die neuen Impulse und werde alles geben, mich dafür weiterhin voll einzubringen.

 

 

Wie siehst du den Weg des österreichischen Volleyballs, seit du NT-Trainer bist? Hat Österreich das Zeug, sich zu einer echten Top-Nation zu entwickeln, oder muss man hierzulande kleinere Brötchen backen?

 

Mir ist zum Glück leichter der Blick von außen möglich, das hilft manchmal sehr. Und wie schon beschrieben, erfährt der Weg des ÖVV international in den letzten Jahren ungemeine Wertschätzung und Akzeptanz. Das wird hier im Land viel negativer beurteilt, als von anderen Ländern. Es ist dem ÖVV gelungen, in allen vier Olympischen Disziplinen konkurrenzfähige Nationalteams aufzubauen und ins Rennen zu schicken, die das Land absolut positiv und sympathisch vertreten. Für ein vergleichsweise kleineres Land ist das beachtlich!

Ein wesentlicher Punkt für uns alle, die wir Volleyball in Österreich lieben, liegt darin, dass wir weiterhin eng miteinander kooperieren, vom Nachwuchs bis hin zu den Profis, Frauen und Männer, Volleyballer und Beachvolleyballer und dabei gemeinsam für viel Wachstum unserer Sportart sorgen. Interne Kämpfe untereinander können wir uns sicher nicht leisten, denn für jede einzelne Säule im gesamten Verband gilt, dass sie nicht alleine stehen kann. Erst zusammen mit den anderen Säulen ergibt sich das Haus, das wir mittlerweile schon stolz vorzeigen dürfen!

 

 

Wie lange wirst du noch NT-Trainer in Österreich sein?

 

Ich habe früh gelernt, dass mittelfristige Planungen im Leistungssport nicht der richtige Weg sind. Daher gilt für mich immer der Grundsatz das, wofür ich mich entschieden habe, mit aller Energie, Leidenschaft und Liebe anzugehen. Mir macht die Arbeit hier nach wie vor sehr viel Spaß, alles Weitere wird sich zeigen.

 

 

 

 

 

 

Autor: Armin Fluch

 

 

 

 

 

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    lippo panza (Dienstag, 27 November 2018 08:32)

    Was für ein unfassbares Geschwurbel!!

  • #2

    Johann Wojta (Mittwoch, 28 November 2018 23:46)

    Also ich hab’ ja diese als interview verkleidete ansammlung von nichtssagenden stehsätzen des herrn warm schon in meinem dieswöchigen blog unter http://johnny-meinblock.blogspot.com/2018/11/von-fehlender-spannung-in-der-liga-von.html kommentiert, aber irgendwie hatte ich das bedürfnis mich dazu auch direkt auf der website https://www.neunmalneun.at, auf der dieses kleinod der inhaltslosigkeit veröffentlicht wurde, zu äußern. Eines gleich vorweg: dass dieses interview zum inhaltsleeren geschwurbel, wie es lippo panza in seinem/ihrem kommentar so treffend bezeichnet hat, wurde, liegt nicht an den fragen, die durchaus kritisch waren und damit potential für interessante antworten geboten hätten, sondern an dem blabla, das sich der teamtrainer bemüßigt fühlte, in schlechtester politikermanier, abzusondern. Ich habe für dieses geschwafel in meinen blogeinträgen, die sich mit dem herrn warm beschäftigt haben, den ausdruck warmsprech geprägt, den alle, die sich in österreich für volleyball interessieren, schon zur genüge kennen, und der regelmäßig zur anwendng kommt, wenn das nationalteam wieder einmal eine qualifikation für ein internationales turnier verpasst hat. Und da komme ich gleich zu einer antwort des teamtrainers, die ich geradezu als verhöhnung des interviewers bzw. der volleyballinteressierten öffentlichkeit empfinde. Auf die frage nach den in mittlerweile über 8 jahren seiner trainertätigkeit ausbleibenden erfolgen, hat micha warm die unverfrorenheit seine antwort mit „olympische medaillen waren nicht dabei“ zu beginnen. Dazu fällt mir nur mehr ein was unter https://www.youtube.com/watch?v=VO1zNrlzHAo zu hören ist.
    Auch bei der sogenannten legionärsfrage laviert micha warm mutlos herum. Alle dürfen machen, was sie wollen, solange es nur ein paar identifikationsfiguren, quasi local heroes, gibt, die den unterbau verbreitern. Na geh. Ein paar kritische worte zur anzahl und zur qualität der eingesetzten legionäre hätte man sich da schon erwarten dürfen, gerade wenn ich mir das internationale abschneiden der österreichischen clubs ansehe, ganz aktuell zum beispiel mit zwei 0:3 niederlagen der mit legionären sehr großzügig ausgestatteten amstettner und waldviertler gegen finnische mannschaften im cev- und im challenge cup.
    Der rückblick des teamtrainers auf die sogenannte ära kleinmann ist auch nicht gerade übermäßig kritisch ausgefallen. Da hätte man sich schon auch einen hinweis darauf erlauben können, dass der herr kleinmann erst relativ spät begonnen hat sich für das nationalteam zu interessieren, nämlich erst dann, als er bemerkt hat, dass er mit seinen hotvolleys nichts mehr großartiges erreichen wird. Ah ja, a propos kleinmann, hotvolleys und so: der herr teamtrainer mahnt kritisch – wow, das sagt er wirklich in dem interview – ein, dass – und ich zitiere „wir unsere bemühungen im unterbau nicht vernachlässigen dürfen.“ Echt? Das hätte man vielleicht ein wenig konkretisieren können, also so in richtung volleyballakademie wien und in richtung des dort betriebenen aufwand – zumindest 200.000€ pro jahr seit 2006 - und der eher mageren ergebnisse und der fehlenden evaluierung derselben.
    Die von micha warm in dem interview gebotene darstellung seines abgangs aus frankfurt, freiwillig oder nicht ganz so freiwillig bleibt ja offen, fügt sich nahtlos in den nichtssagende rest seiner ausführungen ein und ich mag die auch gar nicht mehr weiter diskutieren.
    Traurig eigentlich, wie micha warm hier aus mangel an mut eine chance vergibt, probleme anzusprechen und mögliche lösungsansätze zu präsentieren. Ich habe bereits 2012 einen schlussendlich ebenso erfolglosen versuch unternommen von micha warm auch nur im entferntesten kritische antworten auf meine fragen zu bekommen. Nachzulesen ist dieses interview unter http://johnny-meinblock.blogspot.com/2012/05/ein-ganz-ungewohnlicher-blog-und-eine.html. Als kommentar zu diesem interview hat damals armin fuith folgendes geschrieben: Sorry, johnny, ich habe das interview zwar schon mehrere male gelesen und trotzdem, wenn man mich jetzt fragen würde, was micha warm eigentlich gesagt hat, könnt’ ich nur antworten: "ich weiß es nimmer..!" Mir geht’s mit dem aktuellen interview genauso. Und wenn die besprechungen micha warms mit den spielern ähnlich inhaltsschwer wie dieses interview verlaufen, dann erklärt das wohl in gewisser weise nicht nur das fehlen von olympiamedaillen sondern auch das fehlen sonstiger zählbarer erfolge. Und dann mache ich mir auch ernste sorgen um die dieses mal in reichweite liegende qualifikation für die eurovolley 2019.