Rafael Dobler und wie man den Volleyball noch runder machen könnte ...

Rafael Doblers Stimme kennt man im österreichischen Volleyball. Er feuert unsere Spielerinnen und Spieler in der Halle und am Beach an und motiviert das Publikum, so richtig Gas zu geben. Mit seiner Firma "evenMO" ist er bei verschiedensten Veranstaltungen am Start. Für "neunmalneun.at" hat er sich ein paar Gedanken zur Verbesserung unseres Sports gemacht.

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Kommentare: 6
  • #1

    Mikasa (Montag, 17 Dezember 2018 20:38)

    Toller Beitrag!
    Den vorgeschlagenen Regeländerungen bezüglich Zählweise und Service/Rotation stehe ich zwar skeptisch gegenüber, bzw. müsste man das wohl eher Europaweit ändern als nur in Österreich, dennoch ein interessanter Gedanke.
    Die Vorschläge in punkto Marketing und Präsentation sind meines Erachtens sehr gut, ein sogenanntes 'Team der Runde' wie wäre mit mininalem Aufwand eine tolle Bereicherung für die AVL.
    Professionellere FB-Auftritte und qualitativ ansprechende Livestreams sind bestimmt ein Schritt in die richtige Richtung! Dennoch sollte man nicht darauf vergessen dass Volleyball auch in den 'traditionellen' Medien mehr Beachtung bekommen sollte. Wenn ich einen Spielbericht (am besten mit Foto) an die örtliche Bezirksrundschau/Tips sende wird er eigentlich immmer gedruckt und erscheint auch online. Zwar meistens etwas gekürzt, aber immerhin, und diese Lokalen Medien haben ja durchaus auch einiges an Reichweite, und es kostet dem Verein keinen Cent.
    Wenn man dort regelmäßig präsent ist lockt das vermutlich auch den ein oder anderen Sponsor, insgesamt muss es wohl eine Kombination aus beidem sein.

    An die Macher von neunmalneun und den Herrn Dobler: Nur weiter so, es bräuchte noch viel mehr Leute wie euch die sich zu dem Thema Gedanken machen, und auch etwas in die Wege leiten!

  • #2

    Marius (Montag, 17 Dezember 2018 22:15)

    Tennis-Zählsystem für Volleyball halte ich auch schon lange für eine gute Idee. Habens auch schon ausprobiert und macht das ganze viel spannender.

  • #3

    Peter Eglseer Weberzeile Ried (Dienstag, 18 Dezember 2018 06:27)

    Scheinbar machen wir in Ried schon fast alles richtig.
    Fans kommen in die Halle, Stimmung ist super! Spielerisch werden wir immer besser. Das wichtigste hast du aber meiner Meinung nach vergessen. GELD. Wenn wir es nicht schaffen, dass im Volleyball um echtes Geld gespielt wird, dann wird es keinen größeren Stellenwert bekommen. Europacup zu spielen ist momentan ein finanzielles Risiko. Der Weltverband schüttet symbolisch in der World League ein bisschen Geld aus, das wars dann aber auch schon. Die Leute würden sich sofort mehr volleyball und beachvolleyball ansehen, wenn der Spieler 100.000 Euro bekommt - siehe in Italien! Aber dieses Problem können wir nicht nur aus Verein lösen. Das muss der Weltverband auch mitziehen.

    Das du deine Hilfe anbietest finde ich super. Das Problem heutzutage ist nämlich auch, dass es immer weniger Leute gibt, die etwas gratis machen. Zum Glück funktioniert das in Ried noch sehr gut. Aber ich ziehe immer wieder meinen Hut, wenn ich sehe das bei jedem Heimspiel 30 Personen gratis arbeiten um so ein Event zu ermöglichen!

  • #4

    Werner Bader (Mittwoch, 19 Dezember 2018 07:35)

    Haching : Friedrichshafen 25:20 / 30:32 / 24:26 / 25:19 / 17:15
    War vermutlich aufgrund der Zählweise eine echt langweilige Partie.
    1400 Zuschauer haben sich in der Hachinger Bayernwerk Sportarena (Spielbeginn Sonntag 17:00 Uhr) sicherlich total gelangweilt.
    Das Entertainment war vermutlich unter jeder S..!

    Sorry, das Entertainment beginnt für mich beim Sport an sich!
    Und wenn das nicht Entertainment war ....was dann?
    Eine ausgeglichene Liga in der jeder jeden schlagen kann und das Entertainment kommt von selbst.

  • #5

    lippo panza (Samstag, 22 Dezember 2018 11:25)

    wahrscheinlich täts genügen, nicht jedes volleyballspiel in eine kinderdisko zu verwandeln.

  • #6

    johann Wojta (Dienstag, 08 Januar 2019)

    Weiter oben schreibt peter eglseer, den ich ja aus seiner zeit in oberösterreichischen nachwuchsvolleyball kenne, also nichts für ungut, peter, folgendes:
    „Die leute würden sich sofort mehr volleyball und beachvolleyball ansehen, wenn der spieler 100.000 euro bekommt - siehe in italien!“ Äh ja, also ich versteh’ das jetzt leider gar nicht. Die erste frage, die sich mir aufdrängt ist die nach den 100.000€. Soll der spieler die im monat verdienen – ziemlich heftig – oder im jahr – noch immer heftig genug. Und wer bitte sehr, soll das bezahlen? Äh, und ich geh’ dann in die halle, weil ich den spieler sehen will, diesen „star“ der 100.000€ im monat oder im jahr bekommt? Also, vielleicht bin ich ein bisschen naiv aber ich dachte immer, dass das system umgekehrt funktioniert: attraktive spiele locken zuschauerInnen an, die eintritt zahlen, die kaufen dann auch den ganzen fanartikelramsch, jedes jahr ein neues auswärtstrikot in lustigen farben mit nummer und namen vom herrn ronaldo drauf – sorry, ich weiß, das ist kein volleyballer, aber im fußball funktioniert das system ja perfekt – das fernsehen zahlt millionen für übertragungsrechte, ein russischer oligarch, ein arabischer ölscheich oder ähnliche sympathieträger kaufen den verein und dann ist soviel geld im system, dass man dem herrn ronaldo die 100.000€ nicht im jahr, nicht im monat sondern pro stunde zahlen kann. Und vollkoffer wie der herr ribery protzen dann mit einem vergoldeten steak in den social media und beleidigen in der folge menschen, die sich erlauben das nicht so toll zu finden (https://derstandard.at/2000095455066/Nach-Kritik-an-Goldsteak-Ribery-mit-uebler-Schimpftirade). Und ein anderer, nicht ganz so großer star wie der herr ribery, der herr arnautovic fühlte sich ja vor einiger zeit in der lage sich das leben eines polizisten, der die frechheit hatte in anzuhalten, zu kaufen (https://diepresse.com/home/sport/fussball/767388/Arnautovic-beschimpft-Beamten-bei-Polizeikontrolle). Und gar nicht so wenige dieser typen haben einen sehr kreativen umgang mit der versteuerung ihrer armseligen einkünfte, nachzulesen unter https://footballleaks2015.wordpress.com. Wollen wir wirklich dorthin? Zu einer immer weiter ausufernden kommerzialisierung des sports, zu einer blase des profisports, die es genauso zerreißen kann, wie die immobilienblase? Ich bemerke an mir selber, dass mich diese aufgeblasenen mega-äh... events, wie sie im fußball üblich sind, mit geradezu obszönen spielergehältern und transfersummen, und mit den hochglanzinszenierungen, immer weniger interessieren. Warum sollte mich auch die zwanzigste auflage der immer gleichen spiele zwischen den immer gleichen mannschaften interessieren? Und auf volleyball umgelegt: ich gehe sicher nicht in die halle, wegen der inszenierung, früher hat man das – schon wieder so ein altmodisches wort – als rahmenprogram bezeichnet, ich gehe auch nicht in die volleyballhalle, weil ich einen sogenannten star sehen will, der viel geld verdient. Ich gehe hin, weil ich guten sport sehen möchte, keine disco, keine fanchoreographie und keine bengalischen feuer – ok die gibt’s in der halle ohnehin nicht. Und damit ich nicht missverstanden werde und ich mir noch mehr freunde schaffe, ja natürlich sollen sportler geld verdienen, und zwar so viel, dass sie sich nach ihrer sportlerkarriere eine existenz aufbauen können - goldene steaks, luxusautos und kreative steuerberater sind dazu meiner bescheidenen meinung nach nicht notwendig - und keine nachteile gegenüber ihren altersgenossen haben, die ihre zeit nicht dem sport, sondern der eigenen berufsausbildung gewidmet haben. Und ich weiß natürlich, genauso gut wie peter eglseer, dass viele aktive und trainerInnen im volleyball und in anderen randsportarten im prekariat leben. Und, ja es ist natürlich auch völlig richtig, dass randsportarten wie eben volleyball überhaupt nur deswegen einigermaßen funktionieren, weil es leute gibt, die sich, ohne eine gegenleistung zu erwarten, rund um den betreffenden sport engagieren. Und rund um den volleyballsport in österreich kenne ich viele dieser selbstausbeuter persönlich.