Die große Umfrage - Sport oder Event?

 

Das beherrschende Thema dieser Tage unter Volleyballern ist natürlich die EM-Qualifikation des österreichischen Herren-Nationalteams. Das ist ein toller Moment für unseren Sport, und zusammen mit dem trotz verpasster Quali deutlich nach oben führenden Weg der Damen ergibt sich genau jetzt eine Riesenchance.

 

Denn jetzt gilt es, nicht nur zu jubeln und sich zufrieden zu geben, sondern diesen großen Erfolg und die Begeisterung zu nutzen – um noch mehr Spieler, Trainer, Funktionäre, Fans, Geldgeber … für unseren coolen Sport zu gewinnen.

 

Leere Hallen

Wir von Neunmalneun wollen uns diese Woche den Fans widmen – und herausfinden, warum Menschen zu einem Volleyballspiel gehen bzw. was sie in einer Halle erwarten. Das ist ein wichtiger Punkt, denn wenn wir uns die Besucherzahlen in unserem Land anschauen, sind mit ganz wenigen Ausnahmen wie zum Beispiel den Nationalteam-Doppelveranstaltungen die Hallen, na ja, wie drückt man das am besten aus … voll mit keinen Leuten.

 

Und, um das noch einmal zu wiederholen, der Zeitpunkt, etwas zu tun, ist jetzt. Die Identifikation der Fans mit einem Sport hat viel mit den Erfolgen oder Misserfolgen der Nationalteams zu tun – und in der aktuellen Situation sorgen diese für viel positive Wahrnehmung. Also – nutzen wir diese.

 

Event ja oder nein?

Zurück zu den Fans: Es gibt die Diskussion, ob ein Volleyballspiel ein „Event“ sein muss oder nicht. Event bedeutet, dass ein Spiel zusätzlich von Musik, Showeinlagen, besonderen kulinarischen Angeboten, Gewinnspielen, eventuell in Kombination mit Sponsorenpräsentationen und Ähnlichem begleitet werden soll. Oder ob der reine Sport ausreicht, wenn er genügend attraktiv ist.

 

Diese Diskussion hat sich zum Beispiel auch bei Rafael Doblers hier auf Neunmalneun eingestelltem Video in Kommentaren und auf Facebook als durchaus kontrovers gezeigt.

 

Wir wollen nun allen Fans und Volleyballern die Möglichkeit geben, ihre Meinung (natürlich anonym) kundzutun.

 

Warum gehst du live zu einem Volleyballspiel? Bzw. was wäre für dich wichtig, damit du hingehst? Bist du mehr der Eventtyp oder reicht dir attraktiver Sport?

 

Sag deine Meinung!

Nimm hier an unserer Umfrage teil und hilf mit, Volleyball weiter zu verbessern. Die Teilnahme ist wie erwähnt anonym, nimm bitte auch nur einmal teil. Wir werden das Ergebnis natürlich hier auf Neunmalneun veröffentlichen.

HINWEIS: Die Teilnahme an der Umfrage ist bis Sonntag, 20.1., 12 Uhr möglich.

 

Und selbstverständlich kannst du uns deine ausführlichere Meinung auch in einem Kommentar oder Leserbrief mitteilen. Je reger die Diskussion, desto besser für Volleyball.

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Kommentare: 12
  • #1

    S.T. (Montag, 14 Januar 2019 08:24)

    Ich persönlich empfinde den Eventcharakter (extrem laute Musik, Discobeleuchtung,..) als sehr unangenehm. Ich kann mich nicht unterhalten und ich kann/will meine Kinder nicht mitnehmen. Das sind in meiner Lebenssituation ausreichend Gründe um mir Spiele nicht (mehr) live anzusehen.
    Vielleicht sind „Mega-Events“ der richtige Weg um den Sport populär zu machen, jedoch denke ich dass der damit verbundene „Krach“ die Zielgruppe leider sehr einschränkt.

  • #2

    MT (Montag, 14 Januar 2019 14:41)

    „Brot und Spiele“ heißt es immer noch, deswegen plädiere ich für Sport, Event und möglichst gesundes (weil Sportveranstaltung) Essensangebot.

  • #3

    Gast (Dienstag, 15 Januar 2019 08:10)

    Gibt's vielleicht irgendwas dazwischen?
    Ich möchte etwas trinken, vielleicht eine Kleinigkeit essen ohne Zwangsbelustigung in einer unerträglichen Lautstärke.
    Sport ist Unterhaltung. Ich unterhalte mich lieber mit meinem Nachbarn, als dass ich in einer mir widerstrebenden Form unterhalten werde.

  • #4

    WB (Dienstag, 15 Januar 2019 10:13)

    Sport oder Event?

    Eindeutig Sport!
    Wenn ich Beschallung, Getanze oder ähnliches will gehe ich in eine Landdisco und dröhne mir zu Gabalier, DJ Ötzi u.ä. die Ohren zu. Dazu habe ich sinnbefreites Gehopse kreischender Teenager.
    Präsentation von Sponsoren, Gewinnspiele u.ä. sind für mich durchaus nachvollziehbar. Eine etwas längere Pause zwischen den Sätzen wäre gegenüber dem Publikum förderlich. Zur Einnahme von Frankfurter (alternativ Krainer, Käsekrainer, Burenhaut oder gar a Weiße mit Siaßn und Brezn…obwohl die darf das Mittagläuten nicht hören) mit Senf, Kren und Semmel sowie der dazugehörenden Schaumrolle oder 16ér Blech mit anschließender Moods.
    Andererseits kann es so bleiben wie es ist, bzw. sollte es so werden wie man sich Sport vorstellt.
    Spannung, Dramatik, Sport auf höchstem Niveau . . . . . . . . . mit diesen 3 Kriterien stelle ich schon eine Monsteraufgabe.

  • #5

    Heimwerkerking (Mittwoch, 16 Januar 2019 13:56)

    Die Umfrage ist mir etwas zu Schwarz-Weiß. Grundsätzlich ist Volleyball für Nicht-Spieler schwer zu verstehen bzw. nachzuvollziehen. Besonders bei Männern kann das Service sehr dominierend sein. Wie oft habe ich schon von "Zufallsbesuchern" gehört: "jetzt macht der schon wieder einen Servicefehler". Und wer tolle Aufspiele und riskante Blocktaktiken nicht einzuschätzen weiß, tut sich halt bis 20:20 schwer, Spannung zu entdecken. Klar: es gibt spektakuläre Verteidigungen und Angriffe zwischendurch. Aber die entscheidenden Punkte sind halt immer zum Schluss. Also ja: es braucht auch ein Drumherum. Richtige Spielervorstellung, Catering vor und NACH dem Spiel, Interviews. Und ja auch Stimmungsmusik, z.B. zwischen den Ballwechseln. Nicht dass man mich falsch versteht: der Beachwahnsinn in Kärnten bzw. jetzt in Wien ist mir bei weitem zu viel. Ich brauch keine Zipfergirls, Wasserkanonen und "That's the way". Aber eine Totenstille in der Halle kanns ja auch nicht sein.

    Und noch was Grundsätzliches zum Diskutieren über Volleyball: wenn so einer wie Raphael Dobler Anstöße gibt, soll man diese anhören, erwägen, verwerfen, annehmen - was auch immer. Auf jeden Fall aber froh sein, dass es Leute gibt, die sich einsetzten und sich Gedanken machen. Nicht immer gleich alles ins Lächerliche ziehen und in die Mülltonne treten. Ich z.B. hatte mir davor noch nie Gedanken über die Tennis-Zählweise beim Volleyball gemacht und hab mir dazu auch noch keine abschließende Meinung gebildet. Aber interessant ist es allemal!

  • #6

    OD (Freitag, 18 Januar 2019 19:38)

    Ich habe selbst seeeehr lange Volleyball auf durchaus gutem Niveau gespielt, ich kenne sowohl frühere Zeiten als auch die aktuelle Szene als interessierter Zuschauer.
    Ich denke, ein gewisses Maß an Animation (Stimmungsmusik, Jingles, nicht hysterische aber animierende Moderation, ...) ist notwendig und zeitgemäß. Allerdings ist das eine diffizile Sache, es kann schnell lästig und unangenehm werden.
    Ich persönlich halte es z.B. fast nicht aus, wenn diese furchtbare (kreischende) elektronische Musik - offensichtlich zugeschnitten auf ein spezifisches junges Publikum, oder ist es schlicht der persönliche Geschmack des DJs - dargeboten wird. Ich bin mir sicher, der Großteil des Publikums ist schwer gefährdet, genervt zu sein. Ich lebe übrigens in G, es war lange Zeit schlimm, es wird schön langsam etwas besser.
    Am besten fährt man, wenn hochrhythmische Musik mit MELODIÖSER Grundausstattung gespielt wird, die zum Mitklatschen animiert, und das auch nicht nach wirklich jedem Ballwechsel. Damit klappt es wenigstens mittleren bis älteren Semestern nicht gleich die Ohren zu ;-)
    Andere Länder, andere Sitten: in Deutschland sieht man bei Volleyball, Handball und Basketball ausschließlich Dauerklatschen mit diesen Klatschhänden und -stäben (puh, ob ich das aushalten würde). Und es soll Länder geben, wo beim Volleyball durchgesungen wird...

  • #7

    lippo panza (Freitag, 18 Januar 2019 21:25)

    liebe volleyball-community!
    schön, dass es wieder mal ein thema gibt, das durchaus kontrovers besprochen wird.
    doch sehen wir die ganze sache mal - abseits der verklärten liebe zum spiel - als das , was es wirklich ist:
    die sogenannte "eventisierung" eines sportereignisses ist nichts anders als der versuch durch die unterhaltung der zuseherInnen geld zu verdienen.
    das ist ja auch legitim, doch sollte das auch offen&ehrlich kommuniziert werden und nicht verschleiert werden mit "wir machen das spiel besser/spannender/leichter verständlich oder zählen jetzt nur bis 11 oder doch bis 35."
    denn das volleyballspiel wird nicht besser, wenn man die musik aufdreht oder das licht blinken lässt.
    und, alle eventisierer müssen jetzt ganz stark sein, ob sich dadurch mehr publikum anlocken lässt, ist auch nicht ganz sicher.
    so datiert der zuschauerrekord eines österreichischen sportereignisses immer noch aus dem jahre 1960.
    da kamen am 30. oktober sage und schreibe 90.726 menschen ins heutige ernst-happel-stadion zum fussballspiel österreich gegen schottland.
    ich geb zu, ich war selber nicht dabei, kann aber mit einiger sicherheit sagen, dass damals kein hysterischer stadionsprecher permanent "put your hands up in the air" in ein mikrofon geschrien hat und dass den zuschauern höchstwahrscheinlich keine laute musik die ohrwaschln durchgeblasen hat.
    und:
    falls nun ein selbsternannter hobby zeitgeist-diagnostiker sich denken mag:
    "na, moment! das gilt ja nicht, weil was hat's denn da früher gegeben außer fussball? die leute mussten ja ins stadion gehen, weil's sonst so unglaublich fad war - die hatten ja gar keine andere wahl, die armutschkerln!"
    im jahr 1963 verzeichneten allein die wiener kinos unglaubliche 28,8 millionen besucher in 200 lichtspieltheatern.
    da gab's zB ein sportart, die nannte sich "feldhandball" und zum finale der WM 1966, die in linz ausgetragen wurde, kamen über 21.000 menschen auf die linzer gugl.
    traut sich wer recherchieren, ob die österreichische volleyball nationalmannschaft, von mir aus damen und herren zusammen, seit der EM 2011 und dem dadurch ausgelösten "boom", ingesamt mehr als 21.000 zuseher in österreich gehabt hat?

  • #8

    PePi (Samstag, 19 Januar 2019 10:44)

    Die 7 vorangegangen Kommentare spiegeln genau das wieder, was ich in vielen Hallen in den letzten beiden Saisonen erleben durfte aufgrund meiner Livestreams die ich für PlatinTV machen durfte. Schlechte Lautsprecher- bzw Mikrofonanlagen. Extrem laute Musik die es einem unmöglich macht sich zu unterhalten in den sehr kurzen Pausen. Ich habe in einer Halle schon erlebt, dass sich einzelne Spielerinnen beim Einspielen die Ohren zu halten, weil die laute Musik am Feld unten nicht zu ertragen ist. Daher mein erster Appell an alle Hallensprecher bzw. DJs. Stellt euch auf die Tribüne und auf das Spielfeld und kontrolliert die Lautstärke Eurer Mikros und Musik bevor Ihr mit dem Event beginnt. Werbedurchsagen durch das Mikrofon kommen nicht beim Publikum an, weil die Musik in den Satzpausen zu laut oder die techn. Ausrüstung in der Halle veraltet oder defekt ist. Ich bin für eine gelungene Kombination aus einer sportlichen Veranstaltung mit top Leistungen und Top-Kommentar. Ausgewählte Musik die zum Mit- bzw. Ein klatschen anregt während den Punkten. Eine gepflegte Hintergrundmusik mit Hintergrundinfornationen, Ankündigungen bzw Werbung in den Satzpausen. Satzpausen mind. 5 Min. Und wenn dann die Akustik in den Hallen mit dem Eventfaktor im Einklang ist, kommt der Livestream in Top Qualität voll zur Geltung.

  • #9

    WB (Samstag, 19 Januar 2019 20:03)

    Gerade Alpenvolleys : Königspark angesehen. 1 gegen 7 in der Tabelle. 800 Zuschauer, ohne gehopse in der Pause, keine übermäßige Beschallung,in der Pause Interview und ich denke Gewinnspiel (war selbst gerade rauchen). Tolle Partie, Spannung bis zum Schluss, da darf man auch als Tabellenführer nicht nachlassen! Ein echtes Sport Event! Und mehr braucht's nit!

  • #10

    WB (Samstag, 19 Januar 2019 20:17)

    Aich/Dob : Ried 1 : 4 in der Tabelle, -15, -14, -17. Finde den Unterschied zum vorigen Eintrag! Und da kann man jetzt zählen wie man will!

  • #11

    PePi (Sonntag, 20 Januar 2019 09:19)

    Habe gestern das AVL Damen BL Spiel des Spitzenreiters ASKÖ Linz Steg vs. Salzburg LIVE übertragen. Tolles Spiel auf dem Spielfeld. Überragende Steg Damen gesehen. Die Heimmannschaft der Linzerinnen hat einen tollen Hallensprecher. Die Akustik bzw. die Lautsprecheranlage in der Halle ist mäßig. Habe dem Hallensprecher 2 x Bescheid gegeben, die Musik in der Satzpause bzw. während der Werbedurchsagen bzw. Ankündigungen der nächsten Spiele usw. leiser zu stellen bzw. gänzlich aus zu schalten. Die Hallensprecher sind arm, weil sie teilweise abgeschottet ganz oben oder unten am Spielfeld sitzen und keine Rückmeldung von den Zuschauern bzw. vereinseigenen Leuten bekommen. Meiner Meinung nach sollten man für die gesamte Liga ein einheitliches Konzept erstellen und auch auf dessen Tauglichkeit testen was die Art bzw Lautstärke der Musik betrifft. Mit welcher Musik kann man während den einzelnen Punkten innerhalb eines Satzes die Fans dazu bewegen, Ihre Teams anzufeuern, bzw. die Stimmung anfachen. Und vor allem wichtig, welche Musikrichtung eignet sich für die "zu kurzen" Satzpausen. Weg von der bisherigen Beachvolleyball-Event Musik Berieselung und Beschallung, hin zu einer qualitativ hochwertigen musikalischen Begleitung in den Hallen. Vorerst aber sollte jeder Verein darauf achten, bzw. überprüfen ob die technischen Einrichtungen in den Hallen korrekt arbeiten bzw. eine Reparatur oder Investition notwendig ist.

  • #12

    WB (Sonntag, 20 Januar 2019 18:17)

    Aich/Dob im Schongang zum 3:0 - Erfolg über Ried !

    Am vergangenen Wochenende musste der SK Posojilnica Aich/Dob zum ersten Mal seit 14. Oktober 2017 eine DenizBank AG VL-Niederlage einstecken, unterlag beim UVC Holding Graz in fünf Sätzen. Samstagabend fand der Meister und überlegene Tabellenführer in die Erfolgsspur zurück, fertigte den viertplatzierten UVC Weberzeile Ried/Innkreis 3:0 (25:15, 25:14, 25:17) ab und führt nun zehn Punkte vor Vizemeister SG Union Raiffeisen Waldviertel.

    „Trotz der krankheitsbedingten Ausfälle von Nicolai Grabmüller, Markkus Keel und Matej Mihajlovic waren wir klar besser. Die drei Spieler müssen schnell wieder fit werden, denn schon am Montag wartet das schwierige MEVZA-Cup-Duell bei Mladost Zagreb auf uns. Dort brauchen wir sie“, resümierte Aich/Dob-Sportdirektor Martin Micheu.

    Ich hoffe für die Ö-Liga!